Grundschule „Ilija Birčanin“ aus Belgrad

Die Grundschule „Ilija Bircanin“ wurde vor 55 Jahren im Belgrader Bezirk Zemun gebaut. Sie gilt als große Schule – etwa 1200 Schüler und über 100 Angestellte. Diese Schule befindet sich in einem multiethnischen Vorort und bildet Kinder unterschiedlicher sozialer, konfessioneller und ethnischer Herkunft aus. In diesem Vorort gibt es eine große Anzahl von Roma, die in den letzten zehn Jahren aus unhygienischen Siedlungen vertrieben wurden, sowie eine kleine Anzahl von Muslimen, die wegen des Krieges aus dem Kosovo hierher gezogen sind. Die Schule und ihre Mitarbeiter bemühen sich, ihnen bei der Integration in die Gesellschaft zu helfen, indem sie sie durch Workshops und außerschulische Aktivitäten unterstützen und stärken. Neben dem regulären Grundschulunterricht bieten unsere Schule und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Kindern aus gesellschaftlichen Randgruppen durch die Teilnahme an verschiedenen Projekten und Kooperationen mit anderen Institutionen im Bereich Bildung, Kultur und Kunst Unterstützung an. Ziel ist es, dass möglichst viele Kinder die Grundschule abschließen und eine weiterführende Schule besuchen.

Als Organisation hat unsere Schule an dem von der Unicef ​​geleiteten Projekt „Prävention von Kinderehen“ teilgenommen, aber auch einige unserer Mitarbeiter haben als Einzelpersonen an verschiedenen Projekten teilgenommen. Das Projekt „Prävention von Kinderehen“ zielte darauf ab, das Bewusstsein für Kinderehen in der Roma-Gemeinschaft in Serbien zu schärfen, aktiv an der Reduzierung der Zahl zu arbeiten und die Praxis vollständig aufzugeben. Einige Kollegen nahmen an dem Projekt „Empowering Minorities“ teil, das von der Europäischen Kommission im Rahmen des Erasmus+ Programms unterstützt wurde. Dieses Projekt fand letztes Jahr statt und sie konnten viel über verschiedene Empowerment-Instrumente lernen und darüber, wie sie an der Prävention von Gewalt, Ausgrenzung, sozialer Ausgrenzung und der Verbesserung von Kommunikation, Zusammenarbeit, Gemeinschaftsbildung, Überwindung sozialer Ängste usw. arbeiten können.

Wir freuen uns, nun auch an “Democracy & Puppetry” teilnehmen zu dürfen. Die Kolleginnen, die unsere Organisation vertreten werden, sind Sprach- und Literaturlehrerinnen. Beide haben langjährige Erfahrung in der Arbeit mit Kindern aus sensiblen Gruppen sowie mit Kindern im Inklusionsprozess. Sonja Bačilović ist Englischlehrerin und Ana Marinović unterrichtet serbische Sprache und Literatur. Beide lehren auch Bürgerbildung. Sonja Bačilović ist Mitglied des Schulteams zur Prävention von Frühehen und des Schulteams, das sich mit Gewalt in der Schule befasst. Sie war Teil des von Unicef ​​geleiteten Projekts zum Thema Prävention von Frühverheiratung und Schulabbruch und eine der beiden Lehrerinnen, die an dem oben genannten Projekt „Empowering Minorities“ teilgenommen haben. Durch verschiedene Workshops mit ihren Schüler*innen hat Ana Marinović Peer-Education zum Respektieren von Unterschieden und Workshops zu traditionellen Formen der Bildung und Stereotypen organisiert. Sie hat an mehreren Workshops und Seminaren zum Thema inklusive Bildung und Arbeit mit Kindern mit besonderen Bedürfnissen teilgenommen.

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